Nach zwei bis drei Wochen siehst du die ersten Lücken: einzelne Kunstwimpern lösen sich, der Kranz wirkt unregelmässig. Genau dann ist ein Refill fällig, nicht ein komplett neues Set. Beim Auffüllen ersetzt deine Stylistin die ausgefallenen Wimpern und behält den Rest, das spart Zeit und Geld.
Deine Naturwimpern haben einen eigenen Wachstumszyklus. Jede einzelne fällt nach vier bis acht Wochen aus und macht Platz für eine neue, das ist völlig normal. Pro Tag verlierst du ein bis fünf Naturwimpern, und an jeder hängt eine Extension. Nach 14 Tagen fehlen also gut und gern 20 bis 40 Prozent des ursprünglichen Sets.
Dazu kommen Faktoren, die du beeinflussen kannst: Reiben, Schlafen mit dem Gesicht im Kissen, ölhaltige Make-up-Entferner und Sauna lösen den Kleber schneller. Wer viel an den Augen reibt oder die Wimpern in der Hand zwirbelt, kann ein Set in einer Woche halbieren.
Die Faustregel: alle zwei bis drei Wochen. Wartest du länger als vier Wochen, ist meist kein Refill mehr möglich, weil zu wenig Basis übrig ist. Dann zahlst du wieder den vollen Neusatz-Preis.
Eine gute Orientierung: Wenn beim Blick in den Spiegel mehr als ein Drittel fehlt oder einzelne Wimpern schief abstehen, gehört ein Termin in den Kalender.
Der Preis hängt davon ab, wie viel aufgefüllt werden muss und welche Technik du trägst. Ein klassisches 1:1-Set ist günstiger als ein Volumen-Set mit handgefertigten Fans. In Städten wie Bremen, Nürnberg oder Karlsruhe bewegen sich die Preise meist in diesem Rahmen:
Viele Studios staffeln nach Zeitabstand: Je länger du wartest, desto teurer wird das Auffüllen, weil mehr Arbeit anfällt. Manche bieten ein Refill-Abo oder Pakete an, mit denen du pro Termin spürbar sparst. In grösseren Städten wie Essen oder Wiesbaden zahlst du tendenziell etwas mehr als in Augsburg oder Münster.
Ein Refill dauert in der Regel 45 bis 75 Minuten, deutlich kürzer als die erste Anlage mit rund zwei Stunden. Zuerst werden lose Extensions und alte, herauswachsende Wimpern entfernt. Dann reinigt die Stylistin den Wimpernkranz mit einem Schaum, damit der neue Kleber hält. Anschliessend setzt sie Wimper für Wimper neue Extensions auf die nachgewachsenen Naturwimpern.
Gute Studios prüfen dabei auch, ob alte Wimpern noch sauber sitzen oder ob sich Verklebungen am Ansatz gebildet haben. Diese werden gelöst, sonst stört es das Wachstum. Frag ruhig nach, ob ein Auffüllen noch reicht oder ob sich eine Neuanlage lohnt, eine ehrliche Stylistin sagt dir das von selbst.
Mit etwas Routine streckst du den Abstand zwischen zwei Refills. Das schont das Budget und deine Naturwimpern.
Wer das beherzigt, kommt oft mit einem Refill alle drei statt alle zwei Wochen aus. Über das Jahr gerechnet sind das mehrere Termine und gut 200 € Unterschied.
Der häufigste Fehler ist, den Termin zu lange aufzuschieben. Aus einem 45-Euro-Refill wird dann ein 130-Euro-Neusatz. Zweiter Klassiker: bei jedem Termin das Studio wechseln. Eine fremde Stylistin kennt deine letzte Anlage nicht und muss oft mehr abnehmen. Und drittens das Selbst-Zupfen, wenn eine Wimper kitzelt, reisst du leicht die Naturwimper mit aus. Lieber bis zum nächsten Termin warten und dort lösen lassen.
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