Henna Brows kosten meist 30 bis 55 Euro und halten an den Härchen bis zu sechs Wochen, auf der Haut je nach Hauttyp sieben bis 14 Tage. Der Unterschied zur klassischen Augenbrauenfarbe ist genau dieser Hauteffekt: Henna färbt nicht nur das Haar, sondern hinterlässt einen Schatten auf der Haut darunter – Lücken wirken dadurch gefüllt, ohne dass etwas pigmentiert wird.
Klassische Augenbrauenfarbe ist eine Oxidationsfarbe. Sie färbt das Haar zuverlässig, die Haut nimmt allenfalls einen leichten Ton an, der schnell verschwindet. Henna ist ein Pflanzenfarbstoff, der sich an Keratin bindet – und die oberste Hornschicht der Haut besteht ebenfalls daraus.
Wichtig zur Einordnung: Echtes Brauen-Henna ist meist kein reines Naturprodukt, sondern eine Mischung aus Henna und weiteren Farbstoffen. Das ist unproblematisch, aber es heißt, dass „rein pflanzlich" nicht automatisch stimmt. Frag im Zweifel nach der Inhaltsstoffliste, besonders bei bekannter Allergie.
Zuerst wird die Form festgelegt und gezupft, dann die Haut entfettet – das ist entscheidend, weil Henna auf fettiger Haut kaum haftet. Die Paste wird dick aufgetragen, wirkt 20 bis 40 Minuten ein und wird trocken abgerieben.
Henna Brows spielen ihre Stärke aus, wenn die Braue Lücken hat – nach jahrelangem Zupfen, bei feinem Haar oder in den Außenbereichen. Der Hautschatten schließt diese Stellen optisch, und man spart sich das tägliche Nachzeichnen mit dem Stift.
Weniger überzeugend ist das Ergebnis bei sehr fettiger Haut, weil der Hautanteil dort schon nach drei bis vier Tagen verblasst. Auch wer gerade ein Peeling oder eine Fruchtsäurebehandlung im Gesicht macht, sollte warten – die Haut stößt den Farbstoff schneller ab.
Ein Allergietest 24 bis 48 Stunden vorher gehört bei der ersten Behandlung dazu, besonders wenn du schon einmal auf Haarfarbe reagiert hast. Das ist keine Formsache: Reaktionen im Augenbereich sind unangenehm und dauern.
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